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Es ist diese eine Szene, die perfekt beschreibt, wie Alexandra Försterling tickt…,
als ich sie darauf angesprochen habe, ob sie wisse, dass sie mit vier Siegen auf allerhöchster Profi-Ebene bereits die auf der LET-Tour erfolgreichste deutsche Golferin aller Zeiten sei, antwortete sie überrascht: „Oh, das habe ich nicht gewusst“ und dann bescheiden relativiert: „Dafür hat Sophia Popov ein Major gewonnen, das will ich nicht vergleichen. Aber natürlich bin ich sehr stolz auf das, was ich schon erreicht habe.“ Die 25-Jährige strahlt, als sie über ihre Erfolge spricht, über ihren raketenmäßigen Start in die Karriere, über die Olympischen Spiele und darüber, wie sehr sie es liebt, Golf zu spielen. Sie wirkt selbstbewusst und ehrgeizig, aber auch bescheiden und bodenständig. Sie hat, trotz ihres Alters, eben schon viel erlebt.
Der Traum vom Profigolf
Alex, wie sie von den meisten genannt wird, wusste früh, was sie wollte, also entschied sie sich nach dem Abitur für den Schritt in die USA, den Schritt auf die Arizona State University. Das College, das Spielerinnen und Spieler wie Phil Mickelson, Jon Rahm, Linn Grant oder Anna Nordqvist hervorgebracht hat – und eben Alex Försterling. „Mir was es wichtig, einen Plan B zu haben“, sagt sie heute rückblickend, „also wollte ich die optimalen Golf-Bedingungen mit einem Studium verbinden.“ Und so stürzte sich Alex Försterling ins kalte Wasser und hat es nicht bereut. „Mir hat die Zeit sehr gut gefallen, auch weil ich mit meinem Studium in Film- und Medienproduktion und digitaler Kultur etwas gemacht habe, an dem ich Spaß hatte“, erzählt die Berlinerin, die sich als kreative Person beschreibt. Vor allem aber ihr Golfspiel habe sich durch die guten Bedingungen und die Vielfalt an unterschiedlichsten Plätzen in den USA, gerade im letzten College-Jahr, enorm weiterentwickelt. „Nach zwei, drei Jahren auf der Uni habe ich mich noch nicht „ready“ gefühlt, ins Profilager zu wechseln, aber im vierten wusste ich dann, ich bin bereit.“ Und wie sie das war.
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Foto: Tristan Jones/LET